Wissenswertes
um Berufs- und Sicherheitsschuhe (Seite 2 /3)
Bezeichnung und Verwendungsbereiche für Schuhe und
Stiefel
EN 345
EN 346
EN 347
S1
P1
01
Bereiche in denen die Einwirkung von
Feuchtig-
keit nicht zu erwarten ist: (Bei guter Pflege kann
der Schuh auch bei Regen getragen werden)
S2
P2
02
Bereiche in denen zusätzlich die
Einwirkung
von Nässe zu erwarten ist. (Dauernässe über
viele Stunden sollte jedoch vermieden werden)
S3
P3
03
Bereiche wie S2/P2/02 in denen zusätzlich
die
Gefahr des Eintretens spitzer und scharfer Gegen-
stände besteht (z.B. Bauwirtschaft)
S4
P4
04
Bereiche in denen die erhöhte
Einwirkung von
Flüssigkeiten, Nässe und Schmutz gegeben ist.
S5
P5
05
Bereiche wie S4/P4/04 in denen zusätzlich
die
Gefahr des Eintretens spitzer und scharfer Gegen-
stände besteht.
Energieaufnahme im Fersenbereich für Sicherheitsschuhe
Dass physikalische Maß für die Schutzwirkung ist
das Energieaufnahmevermögen des Fersenbereiches der Schuhe.
Es muss mindestens 20 Joules betragen und soll in erster Linie
mögliche Verletzungen des Fersenbeins minimieren. Zusätzlich
werden Effekte zur Schonung der Wirbelsäule und der Fußgelenke
erzielt.
Unsere Schuhe sind Herstellerabhängig mit verschiedenen
Dämpfungssystemen ausgestattet.
Schuhoberteil
Das Schuhoberteil darf aus Leder oder anderen Materialien
bestehen.
Leder hat den Vorteil, sich in kurzer Zeit der individuellen
Fußform des Trägers anzupassen.
Die Hinterkappe gibt dem Fuß im Fersenbereich einen
festen seitlichen Halt.
Zur Vermeidung eines vorzeitigen Verschleißes des Oberleders
von Sicherheitsschuhen über der Zehenkappe (bei kniender
Tätigkeit) ist eine zusätzliche Überkappe aus
verschleißfestem Material empfehlenswert.
Polsterkragen mit integriertem Knöchelschutz , ebenso
die Abpolsterung der Schuhlasche bis über die oberste
Schnürung hinausgehend, verbessert die Trageeigenschaften
von Sicherheitsstiefel.
Durch Imprägnierung oder Beschichtung mit synthetischen
Materialien versehene Oberleder gewährleisten große
Wasserdichtigkeit und schützen vor eindringen von Chemikalien.
Futter
Es wird unterschieden zwischen Blattfutter (im vorderen Schuhbereich)-
und Quartierfutter (im hinteren Schuhbereich). Blattfutter
wird bei allen Schuhausführungen gefordert und muss den
obigen Grundanforderungen entsprechen.
Vorzüglich ist das Futter aus Leder. Nicht empfehlenswert
sind Innenfutter, die vollkommen mit dem Obermaterial verklebt
sind. Die Feuchtigkeitsaufnahme und Atmungsaktivität
ist nicht mehr gewährleistet.
Zum Schutz des Fußes vor Wärme oder Kälter
empfehlen sich Lederersatzmaterialien, die den Grundanforderungen
entsprechen.